Irgendwo im Nirgendwo?

19 Sep

Ganz im Gegenteil! Ich bin hier nicht mittem auf dem Land umringt von Urwald 🙂

ARI liegt zwar ländlich, aber die Stadt ist gerade mal 4 Minuten entfernt, und dort kann man alles kaufen was man benötigt (wirklich wirklich alles. Sogar Lindt Schokolade und Gummibärchen und Brot! Nur eben sehr teuer 😉 ). Also, es ist schwer zu beschreiben, aber ARI ist eben nicht ein Bauernhof im Nichts, voller Bauern und Kühen und Schweinen, sondern irgendwie ein fast ganz normaler (naja, okay… verrückter) Hof, gar nicht so weit vom richtigen Japan entfernt, auf dem Menschen leben und arbeiten, die man nicht wirklich von sich selbst unterscheiden kann (finde ich). So richtig erklären kann ich das nicht, ich denke ehemalige Freiwillige wissen, was ich meine. Es ist eben nicht so, dass man andauernd denkt: Wow, die sind hier alle so anders! Im Gegenteil, ich werde immer aufs Neue überrascht, wie ähnlich wir uns alle sind (und die Unterschiede sind ebenso interessant).

Was ist inzwischen passiert? Gute Frage… die Zeit rast so schnell vorbei, dass ich gar nicht so schnell begreifen kann, was alles passiert. An was ich mich so erinner ist: wir waren Pizza essen, die nicht vergleichbar ist mit „richtiger“ Pizza aber dennoch gut schmeckt, irgendwie. Hier ist es nicht so, dass italienische Familien Restaurants besitzen, sondern dass Japaner Restaurants mit ausländischem Essen betreiben. Das ist irgendwie sehr logisch (so viele Einwanderer hat Japan ja auch nicht), trotzdem irgendwie überraschend, da das in Deutschland ganz anders ist.

Außerdem habe ich nun zweimal die Woche Japanischunterricht, einmal mittwochs für 100 Yen (90 Cent…) und samstags, umsonst. Samstags begleite ich einen anderen deutschen Freiwilligen, der in einem Kindergarten arbeitet, dorthin. An Japanisch gewöhne ich mich auch so langsam, kann mehr und mehr verstehen und ein biiiiiisschen sprechen. Ich hoffe, das steigert sich stetig 🙂

Demnächst steht sehr viel an: nächste Woche ist ein peace concert in der Nachbarschaft, dass von ARI organisiert wird, im Oktober ist Harvest Thanksgiving Celebration (HTC), ein zweitägiges Fest, wo wir selbstgemachte „Güter“ (mir fällt das passende Wort grad nicht ein… goods, auf Englisch 😉 ) verkaufen, sowie Essen aus Afrika, Indonesien usw. (in der Küche werde ich im übrigen auch arbeiten… ja, das wird stressig 😉 ), es wird Spiele geben und Reden und vieeeel buntes Programm, davon werde ich dann auch ein paar Bilder hier hochladen. Außerdem plane ich ein Wochenende in Tokio zu verbringen und iiirgendwann zwischendurch Nikko zu besuchen, eine eher traditionellere Stadt bzw. Nationalpark in der Nähe. Das haben glaube ich alle Freiwilligen vor mir auch schon gemacht und auf den Bildern sah es immer sehr schön aus 🙂 Und Steve, der neue amerikanische volunteer, der auch für ein Jahr bleibt, kommt ebenfalls mit.

Im Oktober ist also einiges geplant und wird einiges an Arbeit zu tun sein. Davor werde ich allerdings noch den ersten Monatsbericht verfassen und hochladen, sowie an alle Freunde, Spender und Familie schicken. Wo ich dann endlich alles mal genauer erkläre, auch wenn ARI in „echt“ doch wieder ganz anders ist, als man es sich vorstellt.

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Eine Antwort to “Irgendwo im Nirgendwo?”

  1. joshika 26. September 2010 um 13:36 #

    hey frauke!
    ich hab grad den link fuer deinen blog bekommen und hab ein bischen gestoebert. schoen, dass du schon im ARI-flow drin bist und das umland erkundest!
    geniess die letzten warmen wochen (der winter wird kalt :/ ) und sei ganz sicher: alle ehemaligen werden vermisst – und machen es den neuen dann wieder schwer am anfang 😉

    lg aus marburg,
    joschka (2005-2006)

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