Davor und danach und mittendrin

29 Mrz

Es sind schon eine handvoll Wochen vergangen, seitdem ich in Korea bin, und trotzdem ist die Zeit vorbeigerast ohne Ende. Das einzige, woran ich merke, dass die Zeit voranschreitet ist die Frage: „Wie, du bist schon nen Monat hier und kannst noch kein Koreanisch?“

Ne, leider nicht…

Dafür habe ich inzwischen einen Nebenjob, der nächste Woche startet, einen geregelten Stundenplan und die ersten koreanischen Freundschaften bahnen sich auch an. Immerhin etwas.

Ich nehme auch Koreanischstunden, aber nur zweimal die Woche, weswegen meine Fortschritte etwas auf sich warten lassen. Koreanisch lesen und schreiben ist allerdings kein Problem – ein koreanischer Freund meinte mal, jeder könne es innerhalb einer halben Stunde lernen. Dem stimme ich jetzt halbwegs zu 😉

In der Joseon Dynastie (1392-1910) wurde von König Sejong die der koreanischen Sprache eigene Schrift konzipiert (Hangul), die die vorher verwendeten chinesischen Schriftzeichen ersetzte. Die sehen so aus:

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und werden zu Worten zusammengesetzt, das dann so aussieht: 안녕하세요 (annyeonghaseyo) – Hallo/guten Tag.

Es ist also quasi wie ein ABC, also ziemlich schnell erlernbar.

Soviel erstmal zu der Sprache.

Die letzten Wochen waren geprägt von Unisachen erledigen, Papierkram erledigen, lesen, lernen, feiern, Essen gehen, schlaaafen…

Am Wochenende war Peter dann in Seoul und wir sind zusammen ein bisschen durch die Stadt geschlendert, was auch schön war. Er hatte auch mehrere geschäftliche Besuche zu erledigen, von denen ich bei zweien mitgekommen bin. Wir haben einen Kameramann/Dokumentarfilmer besucht, der seine eigenen Dokus dreht, schneidet und produziert. Er dreht zwei Dokus pro Jahr und hat schon wirklich alles Mögliche erlebt…

Als zweites besuchten wir das Green Film Festival Seoul, das dieses Jahr sein zehntes Jubiläum feiert. Letztlich wurden wir zum Opening des Festivals eingeladen, zu dem vielleicht sogar ziemlich renommierte Ressigeure kommen (Gus van Sant! Wahhh!).

Ein anderes wirklich interessantes Erlebnis war der Besuch eines Fischmarktes in Seoul, wo man sich den (lebenden) Fisch aussucht und dann zubereitet bekommt und ihn direkt in einem kleinen Restaurant am/im Markt isst, als Sashimi (roher Fisch). Die Reste des Fischs kommen dann in eine Suppe, die man danach isst. Es war wirklich sehr lecker! Und wir haben sogar „lebenden“ Oktopus gegessen, der nach dem „Zubereiten“ (=Zerschneiden) noch ewig lange zuckt und sich bewegt. Schmeckt nicht besonders 😉 War aber eine schöne Erfahrung!

Insgesamt ist Seoul wirklich eine tolle Stadt, an jeder Ecke gibt es süße Cafés und klitzekleine Restaurants, in denen man von alten Omas oder Zigarette rauchenden 50jährigen im weißen Schlabbershirt bedient wird; die Stadt leuchtet immer und ist immer wach, irgendwo sitzen immer rund um die Uhr Menschen in Cafes,Restaurant oder Bars und trinken und essen und lachen gemeinsam.

Die Stadt ist mir einfach unheimlich sympathisch – man läuft und geht um die Ecke und auf einmal findet man sich auf einem riesigen Gemüsemarkt zwischen den Häusern, bedeckt von großen Sonnenschirmen und überall das Gefühl in der Luft „Das hier ist Korea!“.

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